„Tag des Windes“ – Schroll fordert Ausbau der Windenergie mit verlässlichem Fördersystem

„Tag des Windes“ – Schroll fordert Ausbau der Windenergie mit verlässlichem Fördersystem

SPÖ-Energiesprecher erwartet Gespräche zum Gesetz über den Ausbau erneuerbarer Energien

Den heutigen internationalen „Tag des Windes“ nimmt SPÖ-Energiesprecher Alois Schroll zum Anlass, auf das enorme Potential der Windenergie und die Notwendigkeit marktgerechter Rahmenbedingungen hinzuwiesen. „Windkraft hat als rohstoffunabhängige Erzeugungstechnologie zentrale Bedeutung für eine nachhaltige Stromversorgung und zur Erreichung des Ziels für 2030, nämlich 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien“, sagt Schroll. Mit 1.340 Windkraftanlagen werden sieben Mrd. kWh erzeugt, womit 2019 bereits mehr als zwei Millionen Haushalte in ganz Österreich versorgt werden konnten. „Um das Ziel 2030 zu erreichen, muss bei Windenergie weiter ausgebaut werden.

Konkret müsse dafür die Stromerzeugung durch Windkraft alleine um 220 Prozent steigen – was etwa einer Zunahme von 11-13 TWh entspricht. Berechnungen zufolge bedeuten diese Zahlen einen nötigen Ausbau um 120 Windkraftanlagen pro Jahr. Vorbildhaft bei Windenergie sei das Burgenland. Bei seinem Burgenland-Besuch beim Windenergie-Champion „Energie Burgenland“ konnte sich Schroll über die aktuellen Projekte informieren lassen. Das Burgendland hatte im Jahr 2019 einen Anteil von 158 Prozent an Eigenstromproduktion und somit weit mehr erzeugt als es selbst an elektrischer Energie benötigt. 

Damit österreichweit der notwendige Ausbau gelingt brauche es ein verlässliches Fördersystem, das zugleich zielgerichteter und effizienter ist. „Alle Energieversorgungsunternehmen, mit denen ich im Gespräch war, warten auf den Gesetzesentwurf zum Ausbau erneuerbarer Energien, an dem seit zwei Jahren im Ministerium gearbeitet wird“, so Schroll. „Aber außer irgendwelchen Papieren, die hinter verschlossenen Türen besprochen werden, gibt es immer noch keinen konkreten Entwurf. Wenn das neue Gesetz tatsächlich – wie von der Regierung angekündigt – mit 1.1.2021 in Kraft treten soll, wäre es an der Zeit, endlich mit den Gesprächen mit den Parlamentsparteien zu beginnen. Zweidrittel-Mehrheiten lassen sich weder verordnen, noch erzwingen“, macht Schroll klar. 

Notwendig sei jedenfalls „ein großer Wurf“: „Investitionen und Maßnahmen bei erneuerbaren Energien müssen Priorität haben und vorgezogen werden. Auf diese Weise kommen wir dem Ziel – 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien – nicht nur einen großen Schritt näher, sondern können den Ausbau im Bereich der erneuerbaren Energien gleichzeitig als dringend notwendigen Jobmotor in Folge der Corona-Wirtschaftskrise nutzen.“